Der lange Weg nach Australien

Der Orga-Chef gibt Einblick in die Welt der Organisation und Logistik.

Enes, du bist Fachteamleiter der Organisation. Wieso hast du dich gerade für die Orga entschieden und wie läuft’s?

Ich habe mich zwar anfänglich für Fachteams wie die Mechanik interessiert, um mir dort technisches Wissen anzueignen, aber Orgateam passte dann doch besser zu meinem Studium „International Business and Management“. Nach anderthalb Jahren kann ich jetzt sagen, dass hier im Projekt sowieso jeder, egal in welchem Fachteam, auf den unterschiedlichsten Ebenen unglaublich viel lernt. Zu Beginn habe ich mich noch um alles allein gekümmert, jetzt leite ich ein Team von 8 Personen. Damit sind wir das größte Orgateam, das es im SolarCar-Projekt je gab. Wir brauchen aber auch jeden einzelnen zur Bewältigung unserer vielen Aufgaben.

 

Was sind Eure wichtigsten Aufgaben?

Wir steckten bis vor einer Woche noch mitten in der Planung des Rollouts Anfang Juli und unterstützen gleichzeitig die technischen Fachteams bei der Bewältigung ihrer Aufgaben, in dem wir für Speis’ und Trank sorgen, während sie in der Werkstatt am blue.cruiser werkeln. Das ganze Thema „Australien“, von der Buchung der Unterkünfte bis hin zur Verschiffung unseres ganzen Equipments ist eine weitere, riesige Herausforderung. Das muss alles parallel laufen.

Mit was für Problemen habt ihr zu kämpfen? 

Die sich häufig ändernden Rahmenbedingungen des Aufenthaltes in Downunder fordern uns am meisten. Ein Beispiel: Wir haben uns mehrere Monate um Unterkünfte im Süden von Australien nahe Adelaide bemüht - für an die 60 Leute über den sehr langen Zeitraum von über einem Monat alles andere als ein Kinderspiel! Dann kam Mitte Mai eine Mail von den WSC-Organisatoren, in der uns eine andere Teststrecke vor Ort zugeteilt wurde, als vorher abgemacht. Wir mussten dann kurzfristig umplanen und in ganz anderen Städten Unterkünfte und Werkstätten suchen.

Solangsam nähern wir uns aber dem Finale und die Australienplanung kann in ein paar Wochen abgeschlossen werden - ausgenommen natürlich die Logistik.

 

 

Die ist sicherlich noch komplizierter zu planen, oder? 

Und ob! Die Verschiffung eines Containers nach Australien und wieder zurück ist ja schon aufwändig genug. Aber für uns wird es noch mal komplizierter, da wir keine Alltagsgegenstände verschiffen müssen, sondern auch eine Batterie, die als Gefahrgut klassifiziert wird. Für diese benötigen wir bestimmte Genehmigungen und müssen unheimlich viel Papierkram bewältigen. Das Worst-Case-Szenario wäre, wenn uns die Reederei den Schiffstransport der Batterie verweigern würde. Aber unsere zwei Logistiker kriegen das schon hin.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg weiterhin!

 

Kommentare sind geschlossen