SESC Tag 4 – Im Zeichen der Technik

14.03.2017

Heute ist zur Abwechslung mal kein Ausflug geplant. Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Technik.

Felix erarbeitet gemeinsam mit Omar die Strategiesoftware für das Rennen, während Anna und Sophia Fotos schießen und sortieren, sowie die Regularien des Rennens noch einmal durchgehen.

Die Ägypter zeigen uns ihren fahrenden Modellaufbau des elektrischen Systems. Den ganzen Tag arbeiten wir gemeinsam an dem Modell und schließen die verschiedenen Komponenten an. Dabei erklärt Matthias das Battery Monitoring  und die Anwendung des Maximum Power Point Trackers (MPPT).  Das Battery Monitoring System überwacht die Einzelzellspannung und die Zelltemperaturen. Der MPPT sucht den Betriebspunkt der Solarzelle mit dem maximalen Wirkungsgrad. Darüber hinaus sprechen wir über Batteriebalancing und die Verschaltung des Arrays.

Wir arbeiten bis in die Nacht und schaffen es, dass das Modell seine ersten Meter fährt.

Ägyptische Projekte

Unsere ägyptischen Freunde zeigen uns auch andere Projekte ihrer Universität. Zum Beispiel bauen die Studenten an einem so genannten „solar electric bicycle“ und einem „human powered vehicle“, ähnlich dem eelo- Projekt der Hochschule Bochum, das mit entsprechender Übersetzung bis zu 80 km/h fahren kann.

Ein weiteres Vorhaben heißt „Seth“. Hierfür konstruieren die Studenten eine drei Meter hohe Rakete, deren Flugbahn eine Mindesthöhe von 7 km erreichen soll. Die Rakete Seth, benannt nach dem ägyptischen Gott der Wüste und des Sturms, hat sich bei der International Rocketry Competition in Nevada behauptet.

Ein ebenso beeindruckendes Projekt ist „Minesweeper“. Hierfür hat Ibrahim einen mit Elektromotor angetriebenen Roboter gebaut, der Minen im Boden ausfindig machen kann und deren Ort markiert. Bei der International Minesweeper Competition im Oktober 2016 erreichte sein Multi Robot Operating System den ersten Platz. Ziel des Projektes ist es, dass das Problem der Landminen bei der Bevölkerung wieder ins Bewusstsein zu rufen und Roboter Technologie zu fördern.

Freundlicher Campus

Inzwischen sind wir als Bochumer Team auch auf dem ganzen Campus bekannt, da die Universität das SolarCar Projekt stark bewirbt. Überall grüßt man uns freundlich und immer wieder kommen Studenten,  die uns neugierig über das Projekt ausfragen. Auf ihrem Facebook-Kanal berichten sie regelmäßig mit tollen Fotos über unsere gemeinsamen Aktivitäten.

Morgen steht die Reise zum Startpunkt des Wettkampfes nach Somabay an. Die Solarautos sollen nach offizieller Aussage direkt dorthin gebracht werden.

Wir hoffen sehr, dass der SunRiser den Transport gut übersteht, und sind schon sehr gespannt auf die Stadt am Roten Meer.

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