SESC Tag 11 + 12 – Mit Preisen überhäuft

21.03. + 22.03.2017

Die Strecke von Somabay nach Kairo ist circa 500 km lang und wir werden den ganzen Tag unterwegs sein. Daher packen wir unsere Rucksäcke und brechen am frühen Morgen samt SunRiser und Begleitfahrzeugen auf. Natürlich lassen wir den SunRiser nicht selbst durch die raue Wüste fahren, sondern transportieren ihn per Anhänger.

Am Abend kommen wir in Kairo an und sofort begrüßt uns der Klang der orientalischen Großstadt.

Wir bringen das SolarCar zum Universitätsgelände und stellen es in die Turnhalle, die uns zuvor als Werkstatt gedient hat. Er zieht viele neugierige Leute an, Studenten und Professoren - alle wollen das Auto sehen und sich damit fotografieren.

Am nächsten Tag soll die Siegerehrung stattfinden. Gespannt warten wir den ganzen Tag und stellen das Auto aus, während die Turnhalle zum Festsaal umgestaltet wird. Auch heute beantworten wir natürlich viele Fragen rund um das Auto. Die Menschen hier sind sehr interessiert und das junge ägyptische Team SEV CUT fiebert schon darauf hin, in Zukunft auch einmal ihr eigenes Solarauto präsentieren zu können. Auch wir sind sehr gespannt darauf und hoffen auf viele Bilder und Berichte, sobald es soweit ist.

Dann ist die große Stunde gekommen und die restlichen Teams treffen um 20 Uhr zur Siegerehrung ein. Die Zeremonie findet nicht in der Turnhalle statt, sondern in einem kleineren, festlichen Saal. Der Präsident der Universität von Kairo, einige Sponsoren, die Organisatoren Nabih E. Bedewi und Jeff Ferman sowie Chris Selwood geben sich die Ehre und sagen jeder ein paar Worte zu der vergangenen Somabay Egyptian Solar Challenge. Nicht nur das Rennen war etwas Besonderes, sondern auch die Preise gestalten sich anders als wir es gewohnt sind, da es heute nur Gewinner gibt.

 

Awards

Jedes der fünf Teams – EcoSolar, Nuon, Solaris, OSU aus Japan und wir Bochumer samt Gastgeber bekommen Awards für besondere Leistungen im Rennen. Nuon bekommt den Most Ambitious Award für permanenten Ehrgeiz und Zielstrebigkeit sowie ihre disziplinierte und unermüdliche Arbeit. Team Solaris bekommt den Endurance Award für ihr unerschöpfliches Durchhaltevermögen beim Kampf gegen den Zoll. Das französische Team EcoSolar erhält den Safety Award sowie den Most Awareness Award.

Wir erhalten gleich mehrere Preise. Bereits der allererste Preis, der „Academy Award“, in Anlehnung an den Film-Oscar, wird uns für unsere überzeugenden Darstellungen bei den Challenges überreicht. Zusätzlich erhalten wir den Best Hood Award für unsere Solidarität anderen Teams gegenüber und die Aufnahme von Solaris in unser Team. Auch unserer allgemeinen Offenheit während der Veranstaltung gilt dieser Preis, denn wir haben nach dem Rennen eine abgesperrte kleine Strecke aufgebaut und ein paar der Officials sowie Teams, deren Autos noch im Zoll waren, im SunRiser mitfahren lassen. Für einige Officials war es die erste Fahrt in einem Solarauto. Einige wenige Auserwählte durften unter unserer Aufsicht Aufsicht sogar selbst für einige Meter dem Wagen steuern und sind insbesondere von der guten Steuerung angetan, die in den meisten anderen Solarfahrzeugen eher schwammig ausfällt.

Einen dritten Award bekommen wir für unsere intensive Zusammenarbeit mit unseren ägyptischen Gastgebern und Freunden von der Universität Kairo. Darüber freuen wir uns besonders und schenken ihnen ganz nach unserer SolarCar Tradition eine Quietscheente als Glücksbringer für ihr erstes SolarCar. Fröhlich lässt Yasser das Entchen ins Mikrophon quaken. Für uns einer der schönsten Momente unserer Reise.

Ein Pokal für alle

Zum Schluss ist Chris Selwood an der Reihe. Er verleiht Jeff und Nabih den ISF Achievement Award für das Organisieren der Veranstaltung. Die beiden haben es geschafft, trotz aller Steine, die ihnen durch die scharfen Zollkontrollen und viele weitere öffentliche Ämter in den Weg gelegt wurden, über 15 Tage hinweg die Veranstaltung so umzugestalten, dass alle Beteiligten dennoch eine tolle Zeit hatten und die SolarCar Gemeinschaft ein Stück näher zusammen rückte.

Auch Eslam geht nicht leer aus. Für seinen unermüdlichen Kampf mit dem Zoll bekommt er den Hero of the Event Award verliehen. Habibi Teslem Eslam! (Frei übersetzt: Danke mein lieber Eslam!)

Nun steht noch die Frage im Raum wer die Siegertrophäe bekommt. Aber das Highlight kommt natürlich ganz zum Schluss. Aufgrund der Entwicklungen während des Events haben sich die Organisatoren entschlossen den Pokal allen Teams zu verleihen. Die Trophäe ist wirklich einmalig. Es ist ein Wanderpokal, der bis vor kurzen noch in der Hand des Teams aus Michigan war. Nun wird er in den nächsten zwei Jahren von Team zu Team wandern und auch bald in der Hochschule Bochum stehen.

Diese Seite weiterempfehlen...

Kommentare sind geschlossen