Ricardo in der Fertigung

Hi Leute,

ich bin Ricardo und eigentlich eher hinter meinem Rechner oder am Handy zu finden als mit Lackierpistolen und Schleifgeräten. Denn ich bin Mitglied des SolarCar-Orgateams und normalerweise für die Sponsorenakquise zuständig. Aber auch ich möchte mich am Bau unserer neuen Sonnenkutsche beteiligen und daher einige Tage in der Fertigung in Zülpich mithelfen.

Der Alltag startet hier verdammt früh – um 6 Uhr morgens schubsen wir uns gegenseitig aus den Betten. In rekordverdächtiger Zeit ins Werkstattkostüm geschlüpft und den Mund voll Müsli, geht es dann in die freigekratzten Autos. Auf der Fahrt versuchen wir uns gegenseitig wach zu kriegen – dem ein oder anderen fallen aber doch nochmal die Augen zu.

Bei airconcept angekommen, wird in einer kurzen Teamsitzung der Tagesplan geklärt und das Vorgehen festgelegt. Wir sind mittlerweile hellwach und gehen voller Tatendrang an unsere Aufgaben.

Weg mit dem Staub

Normalerweise beginnen wir mit dem Vorbereiten der Formen: Der erste Schritt ist das „Füllern“, also eine Art Lackierung auftragen, die die Holzporen der Oberfläche verschließt. Dabei muss man auf eine gleichmäßige Glasur beim Auftragen achten, da sich sonst im späteren Verlauf Unebenheiten und Hügel bilden. Im Folgenden könnt ihr sehen, wie ich die Formen erst vom Staub befreie und dann den Lack auftrage – das kann ich als Handwerks-Legastheniker mittlerweile ganz gut :)

Ran an die Lackpistole

Die Schicht muss nun gut trocknen, bevor es mit dem Schleifen weitergehen kann. Kleinere Unebenheiten werden dabei einfach weggeraspelt. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis Georg, unser Kollege von airconcept, das Ergebnis abnickt. Anschließend wird die Oberfläche gewachst, bis sich jeder vor seinem Spiegelbild gruseln kann. Im Idealfall wurde währenddessen bereits die Karbonfaser von zwei tapferen Schneiderlein so vorbereitet, dass wir uns zügig dem eigentlichen Laminieren zuwenden können.

Schleifen, schleifen, schleifen

Die Schicht muss nun gut trocknen, bevor es mit dem Schleifen weitergehen kann. Kleinere Unebenheiten werden dabei einfach weggeraspelt. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis Georg, unser Kollege von airconcept, das Ergebnis abnickt. Anschließend wird die Oberfläche gewachst, bis sich jeder vor seinem Spiegelbild gruseln kann. Im Idealfall wurde währenddessen bereits die Karbonfaser von zwei tapferen Schneiderlein so vorbereitet, dass wir uns zügig dem eigentlichen Laminieren zuwenden können.

 

So schön kann Carbon aussehen

Dabei „verkleben“ wir unterschiedlich viele Lagen von Karbon und anderer Gewebe wie Aramid und Glasfaser. Ist das geschafft, werden sie unter Vakuum aufeinander gepresst und dabei erwärmt, sodass das Ganze gut trocknet. Das dauert meist die ganze Nacht.

Vier Augen sehen mehr als zwei - beim Laminieren dürfen keine Bläschen entstehen

Bei der Menge an Formen, die vorbereitet werden müssen, und noch mehr Laminierarbeit vergehen die Stunden wie im Fluge. Wenn schließlich die innere Uhr „Feierabend“ schlägt , räumen wir noch gemeinsam auf und säubern unsere Werkzeuge. So können wir am nächsten Tag ohne große Zeitverzögerung durchstarten.

Erschöpfungserscheinungen beim Nudelverzehr

Daheim werden dann der Kochlöffel und die Duschbrause parallel geschwungen, um möglichst schnell und sauber essen zu können. Dabei können durchaus Erschöpfungserscheinungen wie dem reinen Verzehr von Soßen ohne Nudeln auftreten – wir SIND aber auch müde… Trotzdem – eine Partie Karten geht noch.

Erschöpft, aber zufrieden verkriechen wir uns dann bald in unsere warmen Betten. Bevor mir die Augen zufallen, wird mir nochmal bewusst, dass der Tag das Team einen Schritt näher an das Abenteuer im Land der Koalas gebracht hat. Ein Team, ein Auto, ein Tag – so endet ein Tag in der Fertigung.Gute Nacht!

6:00 Uhr, der Wecker klingelt…. Och nöööööö!

 

P.S.: Die tollen Bilder hat übrigens Gaile Martinenaite geschossen – schaut mal auf Ihrer Website vorbei: http://gailemartinenaite.com/

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