ESC Tag 3 – 24h-Rennen

Der große Tag ist endlich da, heute soll das 24h-Rennen beginnen. Damit die Mannschaften dafür fit sind, gibt es das Frühstück etwas später und auch der restliche Vormittag verläuft entspannt.

Startschuss

Kurz vor dem Start steigt die Spannung aber doch merklich an. Die Fahrzeuge stehen aufgereiht am rechten Fahrbahnrand, die Fahrer gegenüber – nach typischer Le-Mans-Art dürfen sie erst ihre SolarCars besteigen, wenn das Startsignal gegeben wird.

Und endlich – die grüne Flagge wird geschwenkt, die Fahrer stürmen los, angefeuert von ihren Teams auf der Tribüne und entlang des Startbereichs. Der thyssenkrupp SunRiser, der bei der Auslosung nicht gerade die Poleposition erwischt hatte (Start von Platz 12), schiebt sich als Erster aus der Reihe und auch die anderen Bochumer SolarCars folgen zügig.

Besonders gespannt ist man natürlich auf die schnellsten Runden der Fahrzeuge, die extra Punkte bringen können. Die Racecomission protokolliert diese Werte und stellt sie auf einer allgemein zugänglichen Internetplattform zur Verfügung, auf der sich daneben das Rennen dank GPS-Trackern in den Solarcars in Echtzeit verfolgen lässt.

Die schnellste Runde

Besonders gespannt ist man natürlich auf die schnellsten Runden der Fahrzeuge, die extra Punkte bringen können. Die Racecomission protokolliert diese Werte und stellt sie auf einer allgemein zugänglichen Internetplattform zur Verfügung, auf der sich daneben das Rennen dank GPS-Trackern in den Solarcars in Echtzeit verfolgen lässt.

Der SunRiser legt mit 3:03 Minuten die beste Zeit hin, büßt das aber in der nächsten Runde direkt mit einem platten Reifen und muss abgeschleppt werden. Trotz dieser Verzögerung kann er sich schnell wieder auf Überholjagd begeben und auf den 3. Platz vorkämpfen. Angeführt wird das Feld vom PowerCore SunCruiser, der sich während der nächsten Stunden auch nicht einholen lässt. Der SolarWorld GT soll dauerhaft mit 2 Personen fahren und hält dort seine Stellung im Mittelfeld.

Keine Zeit zum Ausruhen

Leider kann sich das neuste SolarCar-Team in den ersten Stunden nicht wirklich entspannen, denn der silberne Flitzer macht Ärger: Nach dem geplatzten Reifen macht das Kombi-Instrument schlapp, sodass die Fahrer die Geschwindigkeit nach Gefühl wählen müssen. Das Strategie-Team hat unterdessen Schwierigkeiten mit der Telemetrie-Software, die für die Überwachung der Batterie benötigt wird. Es ist wie verhext und die Köpfe der Studierenden rauchen, um die Probleme schnellmöglich in den Griff zu bekommen. Vor allem ihr Improvisationstalent ist hier gefordert, denn im Rennmodus ist keine Zeit für aufwendige Reparaturen. So wird kurzerhand ein kompletter System-Reset durchgeführt, der das Kombi-Instrument zumindest zeitweise wieder funktionstüchtig macht.

Ladepause

Ab 21 Uhr legen die meisten Teams eine Ladepause ein und auch die Teammitglieder können ein wenig verschnaufen. Manche hauen sich direkt in der Box auf’s Ohr, andere haben sich in Schichten aufgeteilt und kehren zum Schlafen ins Camp zurück, wo das Küchenteam schon mit leckeren selbstgemachten Burger und Joghurt-Nachtisch auf sie wartet.

Nachtfahrt

Um 00:30 kehren viele SolarCars wieder auf die Strecke zurück, so auch die Bochumer Teams. Nachtfahrten bei sternklarem Himmel sind für die SolarCar-Fahrer etwas ganz Besonderes, sind die Teams bei Testfahrten doch nur tagsüber unterwegs. Die Müdigkeit holt sie dennoch schnell ein, weshalb sie sich in Abständen von 2 Stunden abwechseln.

Es ist ruhig geworden an der Rennstrecke. Morgen früh geht es sicher nervenaufreibend weiter…

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